14. September 2001 - Die Suche nach einem Glas-Bier-Geschäft

Na toll: Der erste Morgen in Frankreich und es schüttet. Aber es besteht Hoffnung, daß es mittags aufhört. Also aus der Not eine Tugend gemacht und dem Vater das Notebook zu Ende konfiguriert. Leider war das allein mir vorbehalten, so daß sich der Rest unserer Truppe mit dem Billiardtisch begnügen mußten.

Mittags bilden wir uns eine sichtbare Wetterbesserung ein und starten in Richtung Grand Canyon - im Auto wird man ja bekanntlich nicht naß. In Aiguines machen wir eine erste kurze Rast. Aus der Entfernung betrachten wir das Schloss mit seinen bunten Dächern, das sich hoch über dem Stausee von Ste-Croix erhebt. Leider regnet es noch immer ein wenig, so daß die Rast von kurzer Dauer ist.

Wir treffen auf einen Stand an dem man alles das kaufen kann, was die Gegend auszumachen scheint: Lavendel, Honig und alle Produkte die sich daraus herstellen lassen, z.B. Lavendelhonig.


Die Nebelschwaden waberten über unsern Weg
Das Wetter sollte sich jedoch noch entscheident verbessern:

Nur wenig später

Über die Corniche Sublime schlängeln wir uns - diesmal auf der anderen Seite - am Grand Canyon vorbei. Schon nach wenigen Kilometern fängt mein Vater mit seiner Suche nach einem Glas-Bier-Geschäft an - diese Suche sollte den Tag prägen.

Am Canyon war seine Suche ergebnislos.

In diesem mutig angelegten Restaurant hätten wir gern gesessen - aber es war zu.

Die Tunnel von Fayette

Wir erreichten ein hübsch zurecht gemachtes Dörfchen namens Trigance. Hier konnten wir endlich das gesuchte Geschäft ausfindig machen. So gestärkt reichte es noch für einen Rundgang.

Weiter gings auf die nördliche Canyon-Seite. Hier erkannten wir den Segen des morgendlichen Regens: alle Touris waren weg. Nur vereinzelt hatten sich Ausflügler eingefunden, aber zum gestrigen Tag überhaupt kein Vergleich. Die Route des Crêtes viel dem Motivationsmangel zum Opfer - dafür nutzten wir die Aussichtspunkte auf der Haupt-Glotz-Meile.

Für tiefe Einblick ist aber schon mal
eine Kletterpartie nötig

Auf dem Rückweg bogen wir kurz vor Moustiers nach Süden ab und suchten eine Abkürzung am See vorbei. So kamen wir noch in den Genuß der Galetasbrücke wo die Verdon in den Stausee mündet.

Ich bin nicht ganz sicher, ob wir mit Absicht in St. Croix de Verdon landeten, aber es ist jedenfalls ein hübsches Dorf.


Das Abendessen im Hotel war prima. Viel wichtiger als das Essen war jedoch die Ruhe die die Stämpfli-Faoros der Atmosphäre angedeihen ließen. Wir fühlten uns förmlich zu Hause.

Denzel Kz. 528 Grand Canyon du Verdon